Franz. Untertitel

des galons uniques tissés aux planchettes - des motifs historiques redécouverts - des galons et rubans pour toutes les époques

Donnerstag, 6. April 2017

Neue Muster und Rekos - 2 x Ladoga - nouveaux motifs et reconstructions

Manchmal kursieren historische Muster unter Brettchenwebern, und plötzlich kommt es einem vor, als ob alle dasselbe weben.
Mit diesem Muster scheint das so der Fall zu sein. Trotzdem stelle ich es hier auch noch mal vor.

Das S-Muster aus Gaigovo-Hügel 1aus dem 10.-13. Jhd.


Parfois, les motifs historiques circulent entre les tisserands, et tout à coup il arrive comme si tout le monde tissent le même.Il me semble d'être le cas avec ce motif. Néanmoins, je le presente ici encore une fois de plus.

Le motif de S du de tumulus 1 de Gaigovo du 10.-13. siècle.

Gaigovo 1

Gaigovo 1

Es stammt aus einer Begräbnishügel-Gruppe Gaigovo südöstlich des Ladoga-Sees im heutigen Russland. Das Begräbnis scheint für eine junge Frau / Jugendliche gewesen zu sein, und neben anderen Funden von Bändern ist dies das am schönsten gemusterte.

Silvia Aisling hat hier schon eine wunderbare Zusammenfassung geschrieben mit Rekos aller in Grab 1 gefundenen Bändern. 

Il vient d'un groupe de tumulus Gaigovo au sud-est du lac Ladoga en Russie d'aujourd'hui. Le funéraille semble avoir été pour une jeune femme / adolecente, et parmis d'autres découvertes de galons, c'est pour moi le plus beau motif.

Silvia Aisling a ecrit un très bon résumé avec images des récos de touts les galons trouvés dans ce tumulus 1.

Gaigovo 1

 


Das Fundstück ist 1.6-1.8 cm breit, aus roter, gelber und grüner oder blauer Wolle gewebt, und anhand der Detailaufnahmen kann man sehen, dass es wohl in 2-Loch-Technik gewebt sein muss. Auch hier Danke an Aisling für's genaue Hinsehen.

La découverte est 1,6-1,8 cm de large, tissé de laine rouge, jaune et vert ou bleu, et sur la base des images détaillées on peut voir qu'il doit être tissé dans la technique de 2 trous. Encore une fois, merci à Aisling pour l'inspection exacte.



Das zweite Muster stammt ebenfalls aus dem Ladoga-Raum, scheint aber nicht weiter zuzuordnen zu sein.
Es ist ein einfaches Schnurbandmuster, das durch die Farbgebung trotzdem sehr ansprechen wirkt. Das Fundstück ist ca. 1.5 cm breit und aus Wolle gewebt.

Ladoga


Ladoga



Le deuxième motif vient aussi de la région de Ladoga, mais apparement on ne peut pas l'associer à un tumulus particulier.
Il est un simple motif d'endourdissement qui est quand même très attractif grace à ses couleurs.

La découverte est d'environ 1,5 cm de large et a été tissée en laine.



Ladoga




Quellen:
Sources:
academia.eu:С. И. КОЧКУРКИНА, О. В. ОРФИНСКАЯ. ПРИЛАДОЖСКАЯ КУРГАННАЯ КУЛЬТУРА: ТЕХНОЛОГИЧЕСКОЕ ИССЛЕДОВАНИЕ ТЕКСТИЛЯ

Kochkurkina, Orfinskaya. Archaeological textiles of the 10th to the 12th century from the Gaigovo barrow group (Russia, Leningrad oblast). Archaeological Textiles Review No. 58.

 

Dienstag, 14. März 2017

Ausflüge in andere Zeiten.... oder von Mützen und Musikerlitzen

Wer hat am Kalender gedreht? Ist es wirklich schon so spät?
Kaum zu glauben, dass der letzte Post vom Novemer 2016 ist, dabei ist eine ganze Menge geschehen und entstanden!

Das Interessanteste kommt nach und nach in den nächsten Posts, jetzt geht es erst einmal ins 18. und 20. Jahrhundert.


Wenn jemand eine Mütze aus dem 18. Jhd. haben möchte, recht streng nach Vorbild in Maschenbild und Musterung, dann kann ich nicht widerstehen. Strickzeug war ausgegangen, also ran an die Nadeln.
Kleine Nadeln, 1.5mm Nadeln, wie sich herausstellte. Nur so war das feine Maschenbild zu erreichen, das gewünscht war.

Nach einigen Nadel-Problemen entstand dann eine recht annehmbare Reko der Mütze links:



Und hier ein paar Momentaufnahmen der Arbeit und des entstandenen Stücks:



Die Nadeln waren so kurz, dass sich das Gestrickte immer wieder einrollte und ein normales Arbeiten unmöglich machte. Es half nur, den Schlauch abzubinden und damit die Nadeln freizulegen.



















Jetzt weiss ich auch, warum viele Frauen früher nur mit 3 Nadeln arbeiteten. Lange Nadeln müssen also für das nächste Mal her.





















Martin ist sichtlich angetan, und ich freue mich nur unheimlich darüber, wie gut ihm diese Mütze steht. Seht selbst:

 




Und sie passt perfekt zur gesamten Kleidung, die - nur so nebenbei - komplett handgenäht ist:


Martin macht übrigens wunderbar recherchierte und gearbeitete Rekonstruktionen von Lederstücken: Schuhe - auch die im Bild oben, Taschen und anderes. Infos gibt es hier:




Desweiteren fragte mich jemand an, ob ich eine Musikerlitze für eine Tambouruniform des ausgehenden 19./ angehenden 20. Jahrhunderts weben kann.

Beispiel einer solchen Uniform

Diese waren eindeutig nicht brettchengewebt, doch anhand des Musters konnt die Struktur annehmbar nachgeahmt werden.



Ich finde es immer wieder spannend, was man nebenbei mit der Brettchenweberei als Vehikel lernt und wieviele interessante Menschen man kennenlernt. Deswegen ein Dankeschön an euch für diese abwechslungsreichen "Aufträge".



Mittwoch, 2. November 2016

Neues Wikinger-Muster: Mammen-Manschettenborte - Nouveau motif viking: le galon des poignets de Mammen


Mammen - Muster der Manschetten - Motif des poignets

Wikinger-Muster kann man nie genug haben. Und der Archäologie sei Dank haben wir ja  auch genug Bespiele.
Da die meisten allerdings broschiert sind und ich das nur sehr ungern tue, versuche ich, alle Muster irgendwie als Einzugsmuster, 2-Loch-Muster, oder als 2-farbiges Sulawesi zu weben.

Eines, das mich schon seit langem fasziniert hat, ist das Muster der Manschetten aus dem Mammenfund, ca. 970 n. Chr, Jütland, Dänemark. Natürlich auch broschiert, ist es ein relativ aufwendiges Muster mit mehreren Zonen.

On ne peut jamais avoir suffisament des motifs vikings. Et grace à l'archéologie nous avons aussi assez d'exemples.
Comme la plupart sont brochés cependant, et moi je suis très réticente à le faire, j'essaye de tisser tous les motifs comme motif d'ourdissement, 2-trous, ou Sulawesi en 2 couleurs.

Un qui m'a longtemps fasciné est le motif des poignets de la découverte de Mammen, env. 970 apr. J.-Ch. en Jutland, au Danemark. Bien sûr il était broché et c'est un motif relativement complexe avec de multiples zones de dessin.


Mammen - Manschetten -Poignets - Quelle/Source: en.natmus.dk/digital-collections

Meine Version ist keine Rekonstruktion, greift sie doch nur das Muster auf und setzt es mit einer dreifarbigen 2-Loch-Webtechnik um.
Auch die Farben haben nichts mit dem Fundstück zu tun. Gewebt ist das Band in Wolle Nm 12/2.

Ma version n'est pas une reconstruction, elle prend seulment le motif et le transforme avec une version trichrome de la technique de 2-trous.
Les couleurs
ont non plus rien à voir avec la découverte. Le galon est tissé en laine de Nm 12/2.


















Trotzdem finde ich es recht gelungen. Das im Fundstück offensichtlich vorhandene Hakenkreuz wurde wie immer umgestaltet.
Allerdings gab es schon in den Originalen eine "Abwandlung dieses Symbols". Dies fiel mir natürlich erst richtig auf, als ich meine Borte feriggewebt hatte. Das nächste Mal wird diese elegante Lösung bestimmt mit eingebaut.

Néanmoins, je le trouve tout à fait réussie. Le swastika qui est apparement present dans la découverte a été modifié, comme toujour.
Cependant, il existait déjà, dans les piece originaux, une "modification de ce symbole". B
ien sûr j'ai réalisé ce fait seulement après j'avait fini le galon. La prochaine fois je vais certainement integré cette solution élégant.

Musterzeichnung des Fundstückes - Dessin du galon - Quelle/Source: en.natmus.dk/digital-collections






















Dienstag, 25. Oktober 2016

Wer hat in Bremgarten Birka 21 in blau-weiss gekauft??? Bitte melden !!!




Wer auch immer in Bremgarten bei mir 1.5m Birka 21 in blau-weiss gekauft hat, möge sich doch bitte bei mir melden.
Mir ist ein Fehler unterlaufen, und ihr bekommt noch Geld von mir zurück.
Also meldet euch doch bitte bei mir, dann können wir das regeln. Ich hoffe nur, ihr findet diese Nachricht jetzt auch!

Anscheinend verbreitet sich diese Nachricht gerade über Facebook. 
Ich wäre euch dankbar, wenn ihr sie immer wieder weiterleiten würdet, hoffentlich finden sich die Käufer dann noch!

Samstag, 8. Oktober 2016

Die Ärmelborte der Bertille neu interpretiert - Le galon de Sainte Bertille réinterpreté

Jeder süchtig gewordene Brettchenweber fängt einmal mit 2-Loch-Mustern an.
Und wie bei wahrscheinlich vielen war das erste Muster, das ich webte, das der Ärmelborte der Bertille.

Chaqun qui tissé aux planchettes comme un toxicomane commence un jour avec la technique de 2-trous. Comme chez beaucoup de tisserands mon premier motif était le motif du galon de la Sainte Bertille.

Damals war ich noch der Überzeugung, es wäre die "Bathilde-Borte", denn wegen eines Fehlers, der sich natürlich übers Netz hartnäckig hielt, dachten viele, die Borte wäre der Merowingerkönigin Bathilde zuzuschreiben.
Langsam aber sich wird aber bekannt, dass dem wohl nicht so ist. Dieses Muster stammt von den Ärmeln einer Tunika, welche der Heiligen Bertille zugeschrieben wird. Sie war Äbtissin im Kloster Chelles, welches von Bathilde um 656 gegründet worden war.

A l'époque j'ai pensé c'était le galon de Bathilde, car à cause d'une erreur persistante sur l'Internet, beaucoup de gens pensaient le motif est attribué à la reine merovingienne Bathilde.
Lentement mais surment il se fait connaître que ce motif vient des manches d'une tunique qui est attribuée à la Sainte Bertille. Elle était abbesse à Chelles, où Bathilde fondait une abbaye vers 656. 

Quelle siehe unten - Source voir en bas


Beim ersten Weben dieses Musters - in Baumwolle mit einfachen Rändern - folgte ich natürlich stur dem Webbrief und war nur froh, überhaupt 2-Loch weben zu können.
Mit der Zeit aber wollte ich mehr wissen, und stiess so auf die Publikation über die Chelles-Textilen.
Wenn man diese Borte im Detail sieht, will man sie einfach in Seide nachweben, und mit den entsprechenden asymmetrischen Rändern. Das Original sieht so harmonisch und ausgewogen aus!

Quand j'avais tissé ce motif la première fois - en cotton avec des bords simples - j'ai suivi têtuement le patron, j'étais tellement contente de pouvoir tissé dans cette technique de 2-trous.
Mais après, j'en voulais savoir plus, et j'ai trouvé la publication sur les textiles de Chelles.
Si on voit ce galon en détail, on veut simplement le tissé en soie, et avec ses bord asymétriques. L'original est tellement harmonieux et balancé.

Aber: schon immer hat mich der rechts abgebildete Rand verwirrt. Viele Rekos zeigen eine einfache Schurbindungsstruktur, wenn man aber im Detailbild genau hinsieht, kann das nicht sein. Was war es??? Wie wurde das gemacht??? Über die Jahre hinweg kramte ich immer wieder das Bild heraus und blieb ratlos.

Mais: le bord à la droite m'a toujour rendu confue. Beaucoup de reconstructions montre des simples bords tissé en monocrome avec planchettes de 4-trous. Mais si on regard l'image de détail, on voir que ce n'est pas possible. Comment c'était fais? Quelle était la technique utilisé? Pendent les année j'ai souvent sortie l'image, mais je restais perplexe.

Es hat lange gedauert, und einige Erfahrungen musste ich wohl sammeln, denn als ich dann vor kurzem wieder einmal genau hinsah, kam mir die Eingebung: das ist auch 2-Loch-Technik! Nur einfarbig gewebt, und die Brettchen sind anders gestellt als bei den "normalen" 2-Loch-Mustern!

Il prenait longtemps et apparement je devais acquerir beaucoup de l'expérience, car quand j'ai sortie cette image ces derniers temps, j'ai eu l'inspiration!
C'est aussi tissé en 2-trous! Tissé en monochrome et le planchettes sont poser différemment que chez des motifs de 2-trous "normals"!


Detail der Borte, Quelle siehe unten - détail du galon, source en bas






Also Seide herausgeholt und angefangen! Der Schärbrief war recht schnell geschrieben, das Rankenmuster war bekannt, und bei genauem Hinsehen erkennt man, wieviele Randbrettchen man braucht und wie die genaue Farbaufteilung ist.

Alors j'ai sortie la soie et je commencé! Le diagramme été vite fait, le patron du motif à vrille est connu, et quand on regard de près on voit le nombre des planchettes de bords et les couleurs utilisés.




 








Das Ergebnis kann sich glaube ich sehen lassen, es stimmt in Aufteilung und Struktur mit dem Original überein. Die einzigen Konzessionen - unter anderem an meine Augen - waren doppelt genommene Kettfäden und ich habe dieBrettchen 5 und 6 auf SZ gestellt, anders als im Original.

Je pense je peut être fier du résultat, la répartition et la structure sont comme dans l'original.
Les seules concessions que je faisait - entre autres à mes yeux - j'ai utilisé des fils de châine en double, et j'ai mit les planchettes 5 et 6 en SZ, différemment à l'original.


Als Kettfaden nahm ich Londonseide Nm 60/2, doppelt gelegt, Schussfaden ist einfache Londonseide Nm 60/2.
Alle Randbrettchen wurden für jeden Schuss gedreht, durch den dünneren Schussfaden zieht sich das Muster nicht sehr in die Länge, wobei auch im Original eine gewisse Längung zu erkennen ist.
Die Breite kommt bei dieser Fadenstärke auf ca. 1.4cm, das Original war nur 0.9 cm breit, und das bei 28 Brettchen!

Comme fils de châine j'ai utilisé de la soie de Londre Nm 30/2 en double, le fils de trame est de la soie de Londre Nm 30/2 pris simple.
Toutes les planchettes de bords sont tournées à chaque trame, et grace au fils de trame aussi fin, le motif  ne s'allonge pas trop. Mais effectivement le motif de l'original est egalement allongé en peu.
Le largeur est env. 1.4cm avec cette épaisseur de fils de châine, l'original est 0.9cm de large, et cela avec 28 planchettes!


Quelle:
Source:
Jean-Pierre Laporte et Raymond Boyer: "Trésors de Chelles: Sépultures et Reliques de la Reine Bathilde (morte vers 680) et de l'Abesse Bertille (morte vers 704)", Catalogue de l'exposition organisée au Musée Alfred Bonno, Chelles, 1991

Freitag, 9. September 2016

Lenzburg here we come!






Nächste Woche ist es soweit - der Grosse Mittelaltermarkt auf Schloss Lenzburg.

Das erste Mal werden auch wir dabei sein.
Diesmal ohne Zelt und in anderer Besetzung - Johanna und Ylva werden als Unterstützung mitkommen - aber Spass und gute Laune werden wir wie immer mitbringen.

Wir lassen uns einfach überraschen und laden Euch alle ein, einfach bei uns vorbeizuschauen, zu klönen, dabeizusitzen und eine schöne Zeit zu haben.


La semaine prochaine, il sera temps pour le Grand Marché Médiéval au Château de Lenzburg.

C'est la première fois que nous serons là.

Cette fois on vient sans la tente et avec une équippe différente - Johanna et Ylva viendra comme soutien - mais comme toujours on apporte le plaisir et le bonne humeur.
 

Nous allons simplement attendre comment ce se passera, et on vous inviter tous pour nous rendre visite, vous assoire, tchatcher et passer un bon moment avec nous.

Montag, 29. August 2016

Traurige Bilanz des Mittelalterfestes in Le Landeron!? - Triste résultat de la fête médiévale du Landeron!?

Auch das kann es geben, den ganz, ganz bitteren Nachgeschmack nach einem Mittelalterfest, das einiges an schlechten Erfahrungen mit sich bringt.

Le Landeron - so schön hätte es werden können, aber:

1. Tag: ein anderer Marktfahrer beschädigte beim Vorbeifahren unser Zelt derart, dass wir nur mit viel Einfallsvermögen und ein paar Schrauben, die wir Gott sei Dank dabei hatten, unser Zelt aufstellen und öffnen konnten.
Ok, das kann passieren; dass wir aber das ganze Wochenende lang diesem Menschen hinterherrennen mussten und unseren Schaden nur so bezahlt bekamen, war schon anstrengend und enttäuschend. Er hatte offensichtlich nicht den Anstand, von alleine zu uns zu kommen.

2. Tag: am Abend stellten wir fest, dass jemand tagsüber die hintere Ecke unseres Zeltes angekotzt hatte, ja, ihr lest richtig, angekotzt. Das war schon ein Happen heftiger, und kotzte mich selbst noch mehr an.
Auch hier, kein Hinweis, kein Entschuldigung, kein Einstehen für das, was man getan hat. Danke!

3. Tag, und das war die Krönung: unsere gesamten Einnahmen vom Wochenende wurden aus dem Kleinlaster, den wir gerade beluden, geklaut.
Geld, Kamera, Brille, Notizen, Kontaktadressen waren alle in der Kasse, und die wurden aus der geschlossenen Fahrerkabine geklaut. Und wir standen fast daneben!

Eine Nacht danach habe ich einige Gedanken, die ich Dir, dem Täter, zukommen lassen will, und Du wirst sie irgendwie erhalten, davon bin ich überzeugt:

Wie armselig muss Du sein, der Du mir meine Einnahmen, die in langen Stunden erwebt wurden, entwenden musst; wie respektlos vor der Arbeit und der Anstrengung anderer musst Du sein, dass Du Dir das Recht herausnimmst, Dir Dinge anzueignen, auf die Du keinen Anspruch hast.

Du denkst Dir vielleicht, "wie dumm muss sie sein, es mir so einfach zu machen", 
aber ich sage Dir:

Was ich an diesem Wochenende ausser Geld bekommen habe, davon kannst Du mit Deinen sehnlichsten Wünschen nur träumen.

Denn die Anerkennung anderer für das, was ich erschaffe, der Respekt anderer für mein Wissen, die Freude, über die Objekte und meine Arbeit, die ich mit anderen teile, und die Freude, die ich anderen mit den Dingen gebe, die sie bei mir erworben haben, all das wirst Du niemals haben und erleben und geniessen können.

Denn wenn es nur Geld ist, das Du haben willst, dann wirst Du auch NUR Geld bekommen!!! Alles andere, was mir tiefe Zufriedenheit und Freude und Stolz auf das von mir geschaffene bringt, das wird Dir in Deinem tiefsten Inneren verschlossen bleiben. 

Ich sage Dir, Du armer Wicht: das wird dreimal auf Dich zurückfallen, so wie alles, was wir tun, dreimal auf uns zurückfällt!

(Siehe weiter unten für einen Kommentar meiner Tochter.)


Cela peut aussi arriver, un immanquable arrière-goût amer après une fête médiévale qui apporte beaucoup de mauvaises expériences.

Le Landeron: cela aurait pu être si agréable, mais:

Jour 1: Un autre marchand a endommagé notre tente en reculant avec sa voiture, cassant un bout de bois qui était essentiel pour l'ouvrir et pouvoir vendre notre marchandise. Nous sommes parvenus à la réparer plus mal que bien pour les trois jours de fête en utilisant des clous, de la ficelle et bien des maux de tête.
Bon, cela peut arriver; mais nous avons dû courir après cet homme pour regler notre dégât, ce qui était épuisant et décevant. Il avait évidemment pas la décence de venir nous voir par sa propre volonté.

Jour 2: le soir nous avons découvert que quelqu'un avait vomit sur le coin arrière de notre tente. Oui, vous avez bien lu, vomit sur la tente. Cette histoire était encore pire que l'autre, et cela m'a évidemment énervé encore plus.
Et encore une fois, aucune preuve, aucune excuse, aucune prise de responsabilité pour ce qu'on a fait. Merci beaucoup!
 


Jour 3, pour couronner le week-end: la somme totale de notre revenu du week-end entier a été volée de la camionette pendant que nous la chargions de notre matériel.
L'argent, L'appareil photo, les lunettes, nos notes et contacts, toute valeur était dans la caisse, qui a été volée de la cabine fermée. Et nous étions presque à côté! 

Une nuit après, j'ai quelques pensées que je veux te dire, toi, l'auteur de ce vol, et tu vas les recevoir en quelque sorte, j'en suis convaincu: 

Tu dois être tellement pitoyable, que tu dois prendre mes gains pour lesquels j'ai tissé pendent de longues heures; quel manque de respect tu as pour le travail et l'effort des autres, que tu t'octroies le droit de prendre les choses pour lesquelles tu n'as aucun droit. 

Tu penses peut-être: "elle est tellement stupide de me faciliter la chose",
mais je te dis:

A part l'argent, tu peux seulment rêver de recevoir ce que moi, la victime, ai reçu ce week-end!
 
Car la reconnaissance des autres pour ce que je fais, le respect des autres pour mes connaissances, la joie pour les objets et mon travail que je partage avec les autres, et la joie que j'offre aux autres avec les objects qu'ils ont acquis chez moi, tout cela, voleur, tu n'auras jamais. Tu ne feras jamais ces experiences et tu ne vas jamais pouvoir apprécier ces sentiments, et pour tout cela, tu me fais pitié.

Car si ce n'est que de l'argent que tu veux, eh bien, tu auras QUE de l'argent!!!
Toutes les autres choses qui m'apportent cette profonde satisfaction, cette joie et cette fierté envers ce que je crée, tout cela te sera refusé au plus profond de ton être.

Je te le dis, à toi,  pauvre misérable: ce que tu as fais va retomber trois fois sur toi, pour t'affliger, comme tout ce que nous faisons retombe trois fois sur nous!  

Von Meara, Tochter von Anne:

Ich rief meine Mama am Abend des 29. August nach einem langen Arbeitstag an und erfuhr diese unglaubliche Nachricht. Ich versuchte, Mama zu trösten und ihr klar zu machen, dass diese schlechte Erfahrung nur versuchen wird, alle diese schönen und wunderbaren Momente mit Familie und Freunden auszublenden, die wir trotz der Unannehmlichkeiten in Landeron erlebt haben. Aber auch ich habe einige Worte an den Täter, die ich zur Ergänzung beitragen möchte und somit meine Mama und ihre Arbeit unterstützen will (auf English, da ich mich in dieser Sprache am besten ausdrücken kann).

Warning: EXPLICIT
From Meara, daughter of Anne, to the culprit who did this to my mom:

I know how much work, time, patience and devotion it takes to master such a special art as tablet weaving, because I have never been able to muster all these virtues and have always held my mom in very high regards for having collected all this knowledge and skill. She deserves the money she makes out of this passion, her life's work, the crazy tablet spinning she performs every day in our kitchen and, next to that, blocks our way through the house with her looms and crates of wool.
But you, thief, do not.
The money you "earned" at my mom's loss is worth nothing but the paper it has been printed on and the nickel that has been stamped to form your loot's coins. For if you are as brash and pathetic to rob from a woman who has poured her heart, her soul and her mind into this money, and to do the deed when she is right there, next to you, sweltering in the scorching sun while packing up her damaged tent and ribbons worth so much more than the money people have to pay for them, then I pity you, and I curse you.
 If you are a poor soul with no income and a family to feed, go to the nearest employment agency and start your life anew. There is always a second chance for people who have fallen from grace and wish to get back into society, especially in Switzerland. But do not steal from hard-working people! 
If you are an alcoholic and wish to stay that way, spend the money on as much beer as you can carry, and drown in the misery of your addiction.
If you are a junkie with no hope for rescue, pierce your body with as many needles as you can before my mom's money is used up, or you might fall back into reality and feel a nagging, piercing pain in your mind, which I will gladly point out to you: guilt.
And if you are a common human with a respectable life, then fuck you and your greed! There are far better ways to earn money!








Freitag, 15. Juli 2016

Von angelsächsischen Ärmelschliessen und Soumak..... - De fermoirs de manche anglo-saxon et la technique Soumak


Nun ist auch das Unterkleid fertig, noch kurz vor dem Wikingermarkt bei Burg Kastelen.

Unterkleid in feinem Leinen

Das Kleid selbst ist recht einfach in feinem Leinen mit rundem Halsausschnitt geschneidert.
Doch das Besondere an angelsächsischen Unterkleidern für Frauen waren die Ärmelabschlüsse.

"Manchette"

Anders als im skandinavischen  Raum, wo metallene Schliessen oder Knöpfe als Ärmelverschluss von Mann und Frau verwendet wurden, trugen nur angelsächsische Frauen solche Verschlüsse.
Meist handelte es sich um eine Hakenplatte mit Gegenstück, welche an ein mit Brettchen gewebtes breites Band angenäht wurden. Dieses Band wiederum wurde an das Ärmelende angenäht und der Schlitz versäubert.

Oft waren es ungemusterte einfache Brettchenbänder sowohl aus Leinen als auch Wolle, doch bei einigen Funden kamen auch andere Techniken zu Tage.


Soumak mit 3 Schiffchen und Helfer



Da ich kein feines Leinen zum Weben zur Hand hatte und ausserdem eine neue Technik ausprobieren wollte, webte ich diese Bänder in Wolle Nm 12/2, mit sogenanntem "Soumak", einer Technik, bei der man einen zusätzlichen Faden um bestimmte Kettfäden wickelt, um so ein Muster zu erhalten.

Im sandinavischen Kulturkreis wurde für die Soumakwicklung hauptsächlich Pferdehaar verwendet - wie bei den Funden von Högom, Snartemo, Evebö, Danmarksby u.a.

Doch die Angelsachsen verwendeten hierfür auch Wolle. Siehe hierzu auch den Fund aus Sutton Hoo Sf9 Hügel 14, wo eine breite Brettchenborte mit Soumak in einem Frauengrab gefunden wurde.



Soumak - ein Schuss fertig







Das von mir verwendete Muster ist eine freie Gestaltung nach Funden aus West Heslerton. Es wurde in Wolle auf Wolle gearbeitet.



Soumak - neuer Schuss in Arbeit




















Quellen: 
Owen-Crocker, "Dress in Anglo-Saxon England", 2004
Walton Rogers, "Cloth and Clothing in Early Anglo-Saxon England AD 450-700", 2007
Haughton & Powesland, "West Heslerton, The Anglian Cemetery" vol I & II, 1999

Donnerstag, 30. Juni 2016

Neues finnisches Muster - Kaarina 40 - nouvel motif finnois

Entdeckt hab ich dieses Muster bei Mervi Pasanen, die mir auch bestätigte, das es sich um ein historisches, finnisches Muster handelt, wahrscheinlich 11.-13. Jhd., gefunden in Kaarina-Gräberfeld, Grab Nr. 40.
Die ursprünglich gewebte Technik ist noch nicht bekannt, 2-Loch, 4-Loch.....Es finden sich leider keine Bilder des Fundstückes. Deswegen habe ich dieses Muster als einfaches 4-Loch-Einzugsmuster gewebt, was aber auch sehr ansprechend wirkt.
 
Kaarina 40

J'ai découverte ce motif chez Mervi Pasanen, qui a aussi confirmé, qu'il s'agit d'un motif historique finnois, probablement du 11.-13. siècle, trouvé au cimetière de Kaarina dans le tombe no. 40.
Je ne connais pas encore la façon de tissage d'origine, 2-trous, 4-trous...? On ne peut pas trouver des image de la découverte. Alors j'ai tissé ce motif comme simple motif d’ourdissage de 4-trous, qui est quand même joli.


Kaarina 40

Gewebt ist es hier in Wolle Nm 12/2.
Ici c'est tissé en laine Nm 12/2.

Samstag, 4. Juni 2016

Wie "erfindet" man eine früh-angelsächsische Tunika?

Wie bei der Beinbekleidung der Männer gibt es für die Oberbekleidung keine stichhaltigen Anhaltspunkte für Aussehen, Schnitt und Tragweise.
Ausser ein paar Textilresten unter Gürtelschnallen hat man eben nichts gefunden.
Immerhin das: sie trugen offensichtlich Gürtel!

Comme pour les pantalons des hommes il n'y a aucune preuve convaincante de l'apparence pour les vêtements de dessus.
Sauf quelques reste des textiles cachés sous des boucles de ceinture on a tout simplement rien trouvé.
Après tout, ils portaient évidemment des ceintures!


Also bezieht man sich wieder auf andere germanische Quellen und bildliche Darstellungen aus dieser Zeit: Thorsberg, Bermuthfeld, Guddal, und aus dem skandinavischen Kreis Evebo und Högom.
Heraus kommt eine ganz einfach geschnittene Tunika, nicht zu lang, mit kleinen Ärmelschlitzen und optional mit Bänderbesatz an allen 4 offenen Kanten.

Donc, on se base de nouveau à d'autres sources germaniques et des représentations picturales de cette période: Thorberg, Bermuthfeld, Guddal, et du cercle scandinave Evebo et Högom.
Le résultat est une tunique de coupe simple, pas trop long, avec des petites fentes des manches et en option des décorations des 4 bordures avec des galons.

Tunika


Für diese Bänder webte ich 2 verschieden breite in Wolle.
Leider waren die Textilfunde in Great Chesterford nicht sehr ergiebig für diese Zwecke, also wählte ich eine Technik, die in West Heslerton gefunden wurde.

Pour ces galons j'ai tissé deux largeurs différentes en laine.
Malheureusement, les découvertes des textiles à
Great Chesterford n'étaient pas très productif à cette fin, donc j'ai opté pour une technique qui a été trouvé à West Heslerton.

Halsausschnitt - Encolure
Ärmelschlitz - Manche fendue


















untere Kante - Bordure inférieure
Quellen:
Sources:
Owen-Crocker, "Dress in Anglo-Saxon England", 2004
Walton Rogers, "Cloth and Clothing in Early Anglo-Saxon England AD 450-700", 2007
Haughton & Powesland, "West Heslerton, The Anglian Cemetery" vol I & II, 1999

Mittwoch, 11. Mai 2016

Neues Wikinger-Muster - Birka B19 - Nouveau motif viking

Birka B19

Es hat einige Zeit gekostet, dieses lange Wikingermuster von Broschur in Köper umzuschreiben, aber ich glaube, es hat sich gelohnt.


Detail Drachenköpfe - Détail têtes de dragons


Birka 19 scheint nicht so oft nachgewebt zu sein, wie die anderen Birka-Muster, aber mich hat gerade der lange Mustersatz fasziniert. Ein bisschen eigene Interpretation ist auch dabei, da die Bilder vom Fundstück nicht überall schlüssig sind.

Das Fundstück ist wie alle Birka-Bänder broschiert. Hier ist es in Seide Nm 30/2 gewebt.

 



Detail


Il a fallu pas mal de temps de transformer ce long motif Viking de brochure en technique de sergé,  mais je pense que ça valait le coup.

On ne trouve pas des galons moderns de Birka 19 aussi souvent comme les autres motifs de Birka, mais j'étais juste fasciné par le long motif. J'ai aussi ajouté un peu d'interprétation personelle parce que les images de l'objet trouvé ne sont par toujours concluant.
 

L'original est broché comme tous les galons de Birka. Ici il est tissé en soie Nm 30/2.





 










Mittwoch, 4. Mai 2016

Wychweaves macht sich selbständig - Wychweaves sur son propre compte

Seit Anfang dieses Jahres hat sich doch einiges getan.
Dank Ylva Jorisdottir arbeite ich seit neuestem mit der Gewandschneiderin Freifrau Isabella von Brandenburg zusammen, die immer wieder mal wieder
meterlange Bänder braucht. Deswegen habe ich beschlossen, jetzt dich dieses Hobby zum "Quasi-Beruf" zu machen.
Viel ändern wird sich dadurch nicht, ich werde weiterhin weben und weben und Märkte besuchen, und neue Muster suchen und weben.

Depuis le début de cette année il c'est passé beaucoup.
Grace à Ylva Jorisdottir, je travaille avec la couturière Baronne Isabella de Brandenbourg qui a besoin de mètres de galons!
Voilà pourquoi j'ai décidé de travailler à mon propre compte et de faire de cette passe-temps un "quasi-profession".
Il n'a a pas beaucoup qui va changer, je vais continuer à tisser et à tisser et à visiter les marchés et à trouver des nouveau motif et à tisser encore en peu plus.



 
Es gibt mir allerdings jetzt die Freiheit, sorglos auch anderes Material einkaufen und an meinem Marktstand anzubieten.
Hier in der Schweiz habe ich ja manchmal verzweifelt passende Kleidungsaccessoires auf Märkten gesucht.
Deshalb liegt es mir vor allen Dingen am Herzen, eben kein LARP, und kein Fantasy, sondern Repliken von historisch belegten Stücken für einen annehmbaren Preis anzubieten.
Daneben gibt es auch handgesponnene Wolle für Nadelbinden, Seide und pflanzengefärbtes Garn für Stickereien usw. Der Rest wird sich nach und nach finden. Wenn ihr Anregungen habt, lasst es mich wissen.

 
Mais cela me donne la liberté, de commander sans souci d'autre matériel et de l'offre à mon échoppe.
Ici en Suisse, sur les marchés médiévaux, j'étais parfois désespéré à la recherche des accessoires de vêtements appropriés.
Par conséquence, il me tient à coeur d'offre pas de LARP, pas de Fantasy, mais des répliques de pièces historiques pour des prix raisonnables.
Il y aura aussi de la laine filée à la main pour le naalbinding, de la soie et de la laine à teinture végétale pour la broderie, etc. Le reste viendra progressivement. Si vous avez des suggestions, s'il vous plaît laissez-moi savoir.




Deswegen möchte ich euch hier schon die ersten Auftragsarbeiten zeigen, es ist ja schon einiges zusammengekommen.


1.5 m Wikingergürtelband
2 m Trommelband
11 Meter seidener Drachenkopf

Ordentlicher Drachenkopf
2 m Altrier

6 m Birka 2b
6m Wellenborte, 8 m Birka 21, 10 m Leinenborte


3 m Auxerre-Mützenmuster