Franz. Untertitel

des galons uniques tissés aux planchettes - des motifs historiques redécouverts - des galons et rubans pour toutes les époques

Samstag, 4. November 2017

Château Cillon - Noël Médiéval

Und jetzt ist es fest, die drei ersten Adventssonntage feiern wir auf Château Chillon und zeigen Brettchenweben, Nadelbinden und historisches Sticken.
Kann man die Vorweihnachtszeit schöner verbringen?

Et maintenant c'est fixe, nous célébrons les trois premiers dimanches de l'Avent au Château Chillon et montrons le tissage de planchettes, le Naalbinding et la broderie historique.
Pourrions-nous passer
mieux le temps avant Noël?


Dienstag, 17. Oktober 2017

Wangen a.d. Aare - bitte melden!

In Wangen am vergangenen Wochenende hat jemand den Drachenkopf in Seide gekauft, als ich selbst grade mal nicht am Stand war.

Bitte, bitte melden Sie sich per Mail bei mir, wir müssen noch etwas besprechen!

Liebe Grüsse, Anne

Donnerstag, 7. September 2017

Grosser Mittelaltermarkt Lenzburg 2017


Auch dieses Jahr sind wir vom 15.-17. September wieder auf dem Grossen Mittelaltermarkt auf der Lenzburg vertreten.
Wie schon letzte Jahr werden Johanna von Henneberg, Ylva Jorisdottir und Ann von Ottilienburg mit von der Partie sein.

Besucht uns für ein kleines Schwätzchen,
um uns beim Arbeiten über die Schulter zu gucken
oder für Tipps und Tricks was Gewandung und Accessoires angeht.
Wir freuen uns auf euch!

Das Quartett 2016, Bild von Ann von Ottilienberg

Mittwoch, 26. Juli 2017

neue Rekonstruktion - Hamar Kathedrale, Band I - nouvelle réconstruction


Réconstruktion - Hamar Kathedrale Band I - Reko

Seit März diesen Jahres arbeite ich off and on an einer Rekonstruktion, die mir sehr am Herzen liegt.
Das hat folgende Gründe:
ich mag broschieren rein gar nicht, wer mich kennt, weiss das. Es ist eine Technik, die mit mir einfach nicht warm werden will.
Deshalb habe ich vor Jahren das Birka-Flechtmuster schon einmal als Einzugsmuster mit Metallfaden gewebt, der Effekt war ganz nett, schien mir aber historisch völlig unkorrekt zu sein.

Letztes Jahr kam ich dann endlich an den Artikel über die Bänderfunde aus der Hamar Kathedrale, Norwegen, und bin bald vom Stuhl gefallen als ich las:


"In Bands I and II each tablet was threaded with 2 wool threads and 2 spun silver threads."
über Band IV: "...tablet in the pattern section are threaded diagonally with 2 threads per tablet. One thread is of silk, whereas the other is a spun silver thread." 
(Quelle: siehe unten)

Auf den leider recht unscharfen Bildern kann man das allerdings dann doch gut erkennen. Hier war nicht broschiert worden, hier wurde Köper bzw. 2-Loch gewebt, um die Muster zu bilden.
Ich konnte es erst mal nicht glauben, war da auch jemand gewesen, dem Broschieren zuwider war? Gibt es noch andere Funde? (Hier bin ich dankbar für alle Hinweise) Wurde Silberlahn so stabil hergestellt, dass er als Kette verwendet werden konnte?.....
Also nichts wie ran an die Mustererarbeitung und sobald das Material und die Gelegenheit gut waren,wurde losgelegt.

Eine Reko des Bandes I ist inzwischen fertig, die anderen folgen hoffentlich bald.

Band I Motif 1

Band I :Das Fundstück misst 130 mm, und ist ca 12mm breit.
Die Musterpartie im Mittelteil misst im Original 4.5mm, was mir völlig unmöglich ist, nachzuarbeiten. Das mag auch am zu dicken Material liegen.







Band I - Motif 2




Recht und links des Musterteils finden sich 2 mit Seide bespannte Brettchen, darauf folgen 3 Brettchen, deren Kette mit Silberfaden umwickelt ist und so einen "Sprossenrand" bilden.
Das habe ich nicht gearbeitet, sondern erst einmal silberne Seide in Schnurbindung verwendet.


Band I - Motif 3





Die wahrscheinlich äussersten Brettchen waren mit jeweils verschiedenen Materialen bespannt, Seide, Silberlahn oder Wolle.
 Schon die Tatsache, dass Wolle in Verbindung mit Silber in der Kette des Musterteils verwendet wurden, ist bemerkenswert.




Band I - Motif 4



Die Muster und Musterfolge habe ich der Schemazeichnung im Artikel entnommen.



Band I - Motif 5








Wie in vielen historischen Bändern wurde auch hier eine Swastika gewebt.

Band I - Motif 6











Muster 6 ist nicht erhalten, deswegen habe ich mich frech bei den anderen gefundenen Mustern bedient, um das fehlende zu ersetzen.





Band I - Motif 7




Muster 7 ist nur zur Hälfte erhalten, hier habe ich ergänzt, was logisch erschien.









Band I - Motif 8


Muster 8 ist nur teilweise erhalten, auch hier nahm ich andere vorhandene Muster als Inspiration.










Bei den Ausgrabungen des Friedghofes des Hamar Kathedrale wurden nur spärliche Skelettreste gefunden, dafür aber mehrere Textilien: 3 Tsprn Brettchenbänder, Stickerei und Reste von wahrscheinlich Spitze. Die C-14-Untersuchung eines Knochenfragmentes ergab eine Datierung auf 1050-1230.




Silber, Wolle, Seide - drei Materialien in 1 Band

Quelle: Bergli A. and Raknes Pedersen I.: The Textiles from the Ruins of Hamar Cathedral", 1998, in Textiles in European Archaeology, pp 253-263

Samstag, 1. Juli 2017

St-Ursanne - here we come!

St-Ursanne ruft wieder, und wir kommen natürlich.
Was könnte besser passen als dieses wunderbare Bild meines Lieblingsillustrators Guznag. Wenn ihr mehr von ihm sehen wollt, schaut hier:
 http://guzi-guz.blogspot.ch/
 St-Ursanne nous appelle à nouveau, et bien sûr nous venons.
Que serait approprié mieux que cette merveilleuse image de mon illustrateur préféré Guznag. Si vous voulez voir plus de lui, regardez ici:
  http://guzi-guz.blogspot.ch/

Tourisme ursinien (encres acryl. 70x90cm)

Ich hoffe bloss, es wird nicht so heiss wie letztes Mal. Denn St-Ursanne soll man geniessen, und in praller Sonne oder bei 40° im Schatten macht das dann doch keinen Spass mehr.


J'espère simplement, il ne fera pas aussi chaud que la dernière fois. Parce que St-Ursanne doit être apprécié, et en plein soleil ou à 40 ° à l'ombre on ne s'amuse plus.




Wir sind bereit - fast - die Truhen füllen sich mit Wolle und Bändern und Fibeln und Knöpfen....fehlt dann nur noch das l'Eau de Rose.
Was das ist, tja, das fragt ihr am besten bei uns am Stand!

Nous sommes prêts - presque - les coffres remplis de laine et des rubans et des broches et des boutons .... alors il ne manque que l'eau de rose l'. 
Cela est, eh ben, il faut demander à notre stand!






Freitag, 30. Juni 2017

Facebook oder nicht Facebook, das war die grosse Frage - Facebook ou ne pas Facebook, telle était la question

Liebe Leute,

lange habe ich gezögert, doch vor einiger Zeit habe ich den grossen Schritt getan:

Ab sofort könnt ihr mich auch auf  Facebook finden, guckt ihr hier:

https://www.facebook.com/wychweaves/


Chers amis,

longtemps j'ai hésité, mais il y a quelque semaine que je faisais ce grand pas:

Dès maintement vous pouvez me trouver
aussi sur Facebook, regardez ici:

https://www.facebook.com/wychweaves/

Freitag, 5. Mai 2017

Neue Rekonstruktion - London Girdle 441 - Nouvelle réconstruction

Gürtel faszinieren mich schon lange, und immer wieder kommt die Frage auf: gab es wirklich so viele brettchengewebten Gürtel, wie wir heute tragen?
Einige Funde aus London geben hier ein bisschen Auskunft. Viele sind nicht sehr breit, 8.5mm - 12mm, scheinen aber sowohl als Sporenriemen als auch als Gürtelbänder damit gut in Frage zu kommen.

Des ceinture me fascine depuis longtemps, mais on se pose toujour la question: est-ce qu'il y avait vraiment tant de ceinture tissées en planchettes, que nous portons aujourd'hui?
Quelques dàcouvertes de Londres donnent un peu d'informations sur ce sujet. Beaucoup de cettes galons trouvés ne sont pas très large, 8.5mm - 12mm, mais semblent bien se qualifier aussi bien pour des lanières d'éperons que des ceintures.


Rekonstruktion - London Girdle 441 - réconstruktion


Ein sehr interessanter Fund aus dem späten 14. Jhd. kann offensichtlich auch als Gürtelband interpretiert werden: No. 441 aus "Textiles and Clothing, Medieval Finds from Excavations in London c. 1150-1450".

Was hier herausssticht ist, dass wollenes Garn zusammen mit Seide verarbeitet wurde. Die Abbildung ist nicht übermässig aufschlussreich, aber im Text heisst es, dass wollene schwarze Fäden mit einer kleinen Menge hellerer Seide kombiniert wurden, um einen Streifenmuster zu erhalten. Darüberhinaus wurde ein roter wollener Schussfaden verwendet.

Aus der Tatsache, dass der mittlere Streifen speziell als mit 4-Loch-Brettchen mit 4 Fäden gewebt erwähnt wurde, lässt mich vermuten, dass die schwarzen Streifen in 2-Loch gewebt wurden. Der rote Schuss kommt im mittleren hellen Seidenstreifen zum Vorschein. Dies kann wohl nur durch durch einenDrehrichtungswechsel entstehen.

Une très intéressante découverte de la fin du 14ème siècle peut clairement être interprété comme une ceinture. No. 441 des "Textiles and Clothing, Medieval Find from Excavations in London c. 1150-1450".

Ce qui frappe ici est que de fil de laine a été combiné avec de la soie. L'image est pas trop révélateur, mais dans le texte, il est dit que les fils noirs de laine ont été combinées avec une petite quantité de soie claire pour obtenir un motif de rayures. En outre, une trame de laine rouge a été utilisé.

Du fait que la rayure médiane a été spécifiquement mentionnée comme tissé avec des planettes à 4 fils, me fait l'impression que les rayures noires ont été tissés avec 2 fils dans les planchettes. La trame rouge est révélé dans le rayon de soie médiane. Cela peut probablement résulter que d'une changement de direction de rotation.


Eine angenährte Rekonstruktion sieht dann so aus: 

Une réconstruction approché serait comme cela:


Detail London Girdle 441

Drei weisse Streifen in Seide, 4-Loch und in der Mitte Drehrichtungswechsel, der Rest in schwarzer Wolle in 2-Loch gewebt, als Schussfaden wurde rote Wolle verwendet, die an den Rändern und in der Mitte (leicht) zu sehen ist.

Trois rayures blanches en soie, 4 trous et tissés des changements de direction de rotation au centre, le reste en laine noire en 2-trou, de la laine rouge comme le fil de trame qui peut être vu sur les bords et au milieu (légèrement).

Detail Rand - détail bord
Detail Mitte - détail centre

















Quelle:
Source:
Crowfoot E., F. Pritchard and K. Staniland, Textiles and Clothing: Medieval Finds from Excavations in London c. 1150-1450, London, 1992.

Donnerstag, 6. April 2017

Neue Muster und Rekos - 2 x Ladoga - nouveaux motifs et reconstructions

Manchmal kursieren historische Muster unter Brettchenwebern, und plötzlich kommt es einem vor, als ob alle dasselbe weben.
Mit diesem Muster scheint das so der Fall zu sein. Trotzdem stelle ich es hier auch noch mal vor.

Das S-Muster aus Gaigovo-Hügel 1aus dem 10.-13. Jhd.


Parfois, les motifs historiques circulent entre les tisserands, et tout à coup il arrive comme si tout le monde tissent le même.Il me semble d'être le cas avec ce motif. Néanmoins, je le presente ici encore une fois de plus.

Le motif de S du de tumulus 1 de Gaigovo du 10.-13. siècle.

Gaigovo 1

Gaigovo 1

Es stammt aus einer Begräbnishügel-Gruppe Gaigovo südöstlich des Ladoga-Sees im heutigen Russland. Das Begräbnis scheint für eine junge Frau / Jugendliche gewesen zu sein, und neben anderen Funden von Bändern ist dies das am schönsten gemusterte.

Silvia Aisling hat hier schon eine wunderbare Zusammenfassung geschrieben mit Rekos aller in Grab 1 gefundenen Bändern. 

Il vient d'un groupe de tumulus Gaigovo au sud-est du lac Ladoga en Russie d'aujourd'hui. Le funéraille semble avoir été pour une jeune femme / adolecente, et parmis d'autres découvertes de galons, c'est pour moi le plus beau motif.

Silvia Aisling a ecrit un très bon résumé avec images des récos de touts les galons trouvés dans ce tumulus 1.

Gaigovo 1

 


Das Fundstück ist 1.6-1.8 cm breit, aus roter, gelber und grüner oder blauer Wolle gewebt, und anhand der Detailaufnahmen kann man sehen, dass es wohl in 2-Loch-Technik gewebt sein muss. Auch hier Danke an Aisling für's genaue Hinsehen.

La découverte est 1,6-1,8 cm de large, tissé de laine rouge, jaune et vert ou bleu, et sur la base des images détaillées on peut voir qu'il doit être tissé dans la technique de 2 trous. Encore une fois, merci à Aisling pour l'inspection exacte.



Das zweite Muster stammt ebenfalls aus dem Ladoga-Raum, scheint aber nicht weiter zuzuordnen zu sein.
Es ist ein einfaches Schnurbandmuster, das durch die Farbgebung trotzdem sehr ansprechen wirkt. Das Fundstück ist ca. 1.5 cm breit und aus Wolle gewebt.

Ladoga


Ladoga



Le deuxième motif vient aussi de la région de Ladoga, mais apparement on ne peut pas l'associer à un tumulus particulier.
Il est un simple motif d'endourdissement qui est quand même très attractif grace à ses couleurs.

La découverte est d'environ 1,5 cm de large et a été tissée en laine.



Ladoga




Quellen:
Sources:
academia.eu:С. И. КОЧКУРКИНА, О. В. ОРФИНСКАЯ. ПРИЛАДОЖСКАЯ КУРГАННАЯ КУЛЬТУРА: ТЕХНОЛОГИЧЕСКОЕ ИССЛЕДОВАНИЕ ТЕКСТИЛЯ

Kochkurkina, Orfinskaya. Archaeological textiles of the 10th to the 12th century from the Gaigovo barrow group (Russia, Leningrad oblast). Archaeological Textiles Review No. 58.

 

Dienstag, 14. März 2017

Ausflüge in andere Zeiten.... oder von Mützen und Musikerlitzen

Wer hat am Kalender gedreht? Ist es wirklich schon so spät?
Kaum zu glauben, dass der letzte Post vom Novemer 2016 ist, dabei ist eine ganze Menge geschehen und entstanden!

Das Interessanteste kommt nach und nach in den nächsten Posts, jetzt geht es erst einmal ins 18. und 20. Jahrhundert.


Wenn jemand eine Mütze aus dem 18. Jhd. haben möchte, recht streng nach Vorbild in Maschenbild und Musterung, dann kann ich nicht widerstehen. Strickzeug war ausgegangen, also ran an die Nadeln.
Kleine Nadeln, 1.5mm Nadeln, wie sich herausstellte. Nur so war das feine Maschenbild zu erreichen, das gewünscht war.

Nach einigen Nadel-Problemen entstand dann eine recht annehmbare Reko der Mütze links:



Und hier ein paar Momentaufnahmen der Arbeit und des entstandenen Stücks:



Die Nadeln waren so kurz, dass sich das Gestrickte immer wieder einrollte und ein normales Arbeiten unmöglich machte. Es half nur, den Schlauch abzubinden und damit die Nadeln freizulegen.



















Jetzt weiss ich auch, warum viele Frauen früher nur mit 3 Nadeln arbeiteten. Lange Nadeln müssen also für das nächste Mal her.





















Martin ist sichtlich angetan, und ich freue mich nur unheimlich darüber, wie gut ihm diese Mütze steht. Seht selbst:

 




Und sie passt perfekt zur gesamten Kleidung, die - nur so nebenbei - komplett handgenäht ist:


Martin macht übrigens wunderbar recherchierte und gearbeitete Rekonstruktionen von Lederstücken: Schuhe - auch die im Bild oben, Taschen und anderes. Infos gibt es hier:




Desweiteren fragte mich jemand an, ob ich eine Musikerlitze für eine Tambouruniform des ausgehenden 19./ angehenden 20. Jahrhunderts weben kann.

Beispiel einer solchen Uniform

Diese waren eindeutig nicht brettchengewebt, doch anhand des Musters konnt die Struktur annehmbar nachgeahmt werden.



Ich finde es immer wieder spannend, was man nebenbei mit der Brettchenweberei als Vehikel lernt und wieviele interessante Menschen man kennenlernt. Deswegen ein Dankeschön an euch für diese abwechslungsreichen "Aufträge".



Mittwoch, 2. November 2016

Neues Wikinger-Muster: Mammen-Manschettenborte - Nouveau motif viking: le galon des poignets de Mammen


Mammen - Muster der Manschetten - Motif des poignets

Wikinger-Muster kann man nie genug haben. Und der Archäologie sei Dank haben wir ja  auch genug Bespiele.
Da die meisten allerdings broschiert sind und ich das nur sehr ungern tue, versuche ich, alle Muster irgendwie als Einzugsmuster, 2-Loch-Muster, oder als 2-farbiges Sulawesi zu weben.

Eines, das mich schon seit langem fasziniert hat, ist das Muster der Manschetten aus dem Mammenfund, ca. 970 n. Chr, Jütland, Dänemark. Natürlich auch broschiert, ist es ein relativ aufwendiges Muster mit mehreren Zonen.

On ne peut jamais avoir suffisament des motifs vikings. Et grace à l'archéologie nous avons aussi assez d'exemples.
Comme la plupart sont brochés cependant, et moi je suis très réticente à le faire, j'essaye de tisser tous les motifs comme motif d'ourdissement, 2-trous, ou Sulawesi en 2 couleurs.

Un qui m'a longtemps fasciné est le motif des poignets de la découverte de Mammen, env. 970 apr. J.-Ch. en Jutland, au Danemark. Bien sûr il était broché et c'est un motif relativement complexe avec de multiples zones de dessin.


Mammen - Manschetten -Poignets - Quelle/Source: en.natmus.dk/digital-collections

Meine Version ist keine Rekonstruktion, greift sie doch nur das Muster auf und setzt es mit einer dreifarbigen 2-Loch-Webtechnik um.
Auch die Farben haben nichts mit dem Fundstück zu tun. Gewebt ist das Band in Wolle Nm 12/2.

Ma version n'est pas une reconstruction, elle prend seulment le motif et le transforme avec une version trichrome de la technique de 2-trous.
Les couleurs
ont non plus rien à voir avec la découverte. Le galon est tissé en laine de Nm 12/2.


















Trotzdem finde ich es recht gelungen. Das im Fundstück offensichtlich vorhandene Hakenkreuz wurde wie immer umgestaltet.
Allerdings gab es schon in den Originalen eine "Abwandlung dieses Symbols". Dies fiel mir natürlich erst richtig auf, als ich meine Borte feriggewebt hatte. Das nächste Mal wird diese elegante Lösung bestimmt mit eingebaut.

Néanmoins, je le trouve tout à fait réussie. Le swastika qui est apparement present dans la découverte a été modifié, comme toujour.
Cependant, il existait déjà, dans les piece originaux, une "modification de ce symbole". B
ien sûr j'ai réalisé ce fait seulement après j'avait fini le galon. La prochaine fois je vais certainement integré cette solution élégant.

Musterzeichnung des Fundstückes - Dessin du galon - Quelle/Source: en.natmus.dk/digital-collections






















Dienstag, 25. Oktober 2016

Wer hat in Bremgarten Birka 21 in blau-weiss gekauft??? Bitte melden !!!




Wer auch immer in Bremgarten bei mir 1.5m Birka 21 in blau-weiss gekauft hat, möge sich doch bitte bei mir melden.
Mir ist ein Fehler unterlaufen, und ihr bekommt noch Geld von mir zurück.
Also meldet euch doch bitte bei mir, dann können wir das regeln. Ich hoffe nur, ihr findet diese Nachricht jetzt auch!

Anscheinend verbreitet sich diese Nachricht gerade über Facebook. 
Ich wäre euch dankbar, wenn ihr sie immer wieder weiterleiten würdet, hoffentlich finden sich die Käufer dann noch!

Samstag, 8. Oktober 2016

Die Ärmelborte der Bertille neu interpretiert - Le galon de Sainte Bertille réinterpreté

Jeder süchtig gewordene Brettchenweber fängt einmal mit 2-Loch-Mustern an.
Und wie bei wahrscheinlich vielen war das erste Muster, das ich webte, das der Ärmelborte der Bertille.

Chaqun qui tissé aux planchettes comme un toxicomane commence un jour avec la technique de 2-trous. Comme chez beaucoup de tisserands mon premier motif était le motif du galon de la Sainte Bertille.

Damals war ich noch der Überzeugung, es wäre die "Bathilde-Borte", denn wegen eines Fehlers, der sich natürlich übers Netz hartnäckig hielt, dachten viele, die Borte wäre der Merowingerkönigin Bathilde zuzuschreiben.
Langsam aber sich wird aber bekannt, dass dem wohl nicht so ist. Dieses Muster stammt von den Ärmeln einer Tunika, welche der Heiligen Bertille zugeschrieben wird. Sie war Äbtissin im Kloster Chelles, welches von Bathilde um 656 gegründet worden war.

A l'époque j'ai pensé c'était le galon de Bathilde, car à cause d'une erreur persistante sur l'Internet, beaucoup de gens pensaient le motif est attribué à la reine merovingienne Bathilde.
Lentement mais surment il se fait connaître que ce motif vient des manches d'une tunique qui est attribuée à la Sainte Bertille. Elle était abbesse à Chelles, où Bathilde fondait une abbaye vers 656. 

Quelle siehe unten - Source voir en bas


Beim ersten Weben dieses Musters - in Baumwolle mit einfachen Rändern - folgte ich natürlich stur dem Webbrief und war nur froh, überhaupt 2-Loch weben zu können.
Mit der Zeit aber wollte ich mehr wissen, und stiess so auf die Publikation über die Chelles-Textilen.
Wenn man diese Borte im Detail sieht, will man sie einfach in Seide nachweben, und mit den entsprechenden asymmetrischen Rändern. Das Original sieht so harmonisch und ausgewogen aus!

Quand j'avais tissé ce motif la première fois - en cotton avec des bords simples - j'ai suivi têtuement le patron, j'étais tellement contente de pouvoir tissé dans cette technique de 2-trous.
Mais après, j'en voulais savoir plus, et j'ai trouvé la publication sur les textiles de Chelles.
Si on voit ce galon en détail, on veut simplement le tissé en soie, et avec ses bord asymétriques. L'original est tellement harmonieux et balancé.

Aber: schon immer hat mich der rechts abgebildete Rand verwirrt. Viele Rekos zeigen eine einfache Schurbindungsstruktur, wenn man aber im Detailbild genau hinsieht, kann das nicht sein. Was war es??? Wie wurde das gemacht??? Über die Jahre hinweg kramte ich immer wieder das Bild heraus und blieb ratlos.

Mais: le bord à la droite m'a toujour rendu confue. Beaucoup de reconstructions montre des simples bords tissé en monocrome avec planchettes de 4-trous. Mais si on regard l'image de détail, on voir que ce n'est pas possible. Comment c'était fais? Quelle était la technique utilisé? Pendent les année j'ai souvent sortie l'image, mais je restais perplexe.

Es hat lange gedauert, und einige Erfahrungen musste ich wohl sammeln, denn als ich dann vor kurzem wieder einmal genau hinsah, kam mir die Eingebung: das ist auch 2-Loch-Technik! Nur einfarbig gewebt, und die Brettchen sind anders gestellt als bei den "normalen" 2-Loch-Mustern!

Il prenait longtemps et apparement je devais acquerir beaucoup de l'expérience, car quand j'ai sortie cette image ces derniers temps, j'ai eu l'inspiration!
C'est aussi tissé en 2-trous! Tissé en monochrome et le planchettes sont poser différemment que chez des motifs de 2-trous "normals"!


Detail der Borte, Quelle siehe unten - détail du galon, source en bas






Also Seide herausgeholt und angefangen! Der Schärbrief war recht schnell geschrieben, das Rankenmuster war bekannt, und bei genauem Hinsehen erkennt man, wieviele Randbrettchen man braucht und wie die genaue Farbaufteilung ist.

Alors j'ai sortie la soie et je commencé! Le diagramme été vite fait, le patron du motif à vrille est connu, et quand on regard de près on voit le nombre des planchettes de bords et les couleurs utilisés.




 








Das Ergebnis kann sich glaube ich sehen lassen, es stimmt in Aufteilung und Struktur mit dem Original überein. Die einzigen Konzessionen - unter anderem an meine Augen - waren doppelt genommene Kettfäden und ich habe dieBrettchen 5 und 6 auf SZ gestellt, anders als im Original.

Je pense je peut être fier du résultat, la répartition et la structure sont comme dans l'original.
Les seules concessions que je faisait - entre autres à mes yeux - j'ai utilisé des fils de châine en double, et j'ai mit les planchettes 5 et 6 en SZ, différemment à l'original.


Als Kettfaden nahm ich Londonseide Nm 60/2, doppelt gelegt, Schussfaden ist einfache Londonseide Nm 60/2.
Alle Randbrettchen wurden für jeden Schuss gedreht, durch den dünneren Schussfaden zieht sich das Muster nicht sehr in die Länge, wobei auch im Original eine gewisse Längung zu erkennen ist.
Die Breite kommt bei dieser Fadenstärke auf ca. 1.4cm, das Original war nur 0.9 cm breit, und das bei 28 Brettchen!

Comme fils de châine j'ai utilisé de la soie de Londre Nm 30/2 en double, le fils de trame est de la soie de Londre Nm 30/2 pris simple.
Toutes les planchettes de bords sont tournées à chaque trame, et grace au fils de trame aussi fin, le motif  ne s'allonge pas trop. Mais effectivement le motif de l'original est egalement allongé en peu.
Le largeur est env. 1.4cm avec cette épaisseur de fils de châine, l'original est 0.9cm de large, et cela avec 28 planchettes!


Quelle:
Source:
Jean-Pierre Laporte et Raymond Boyer: "Trésors de Chelles: Sépultures et Reliques de la Reine Bathilde (morte vers 680) et de l'Abesse Bertille (morte vers 704)", Catalogue de l'exposition organisée au Musée Alfred Bonno, Chelles, 1991

Freitag, 9. September 2016

Lenzburg here we come!






Nächste Woche ist es soweit - der Grosse Mittelaltermarkt auf Schloss Lenzburg.

Das erste Mal werden auch wir dabei sein.
Diesmal ohne Zelt und in anderer Besetzung - Johanna und Ylva werden als Unterstützung mitkommen - aber Spass und gute Laune werden wir wie immer mitbringen.

Wir lassen uns einfach überraschen und laden Euch alle ein, einfach bei uns vorbeizuschauen, zu klönen, dabeizusitzen und eine schöne Zeit zu haben.


La semaine prochaine, il sera temps pour le Grand Marché Médiéval au Château de Lenzburg.

C'est la première fois que nous serons là.

Cette fois on vient sans la tente et avec une équippe différente - Johanna et Ylva viendra comme soutien - mais comme toujours on apporte le plaisir et le bonne humeur.
 

Nous allons simplement attendre comment ce se passera, et on vous inviter tous pour nous rendre visite, vous assoire, tchatcher et passer un bon moment avec nous.