Franz. Untertitel

des galons uniques tissés aux planchettes - des motifs historiques redécouverts - des galons et rubans pour toutes les époques

Donnerstag, 30. Juni 2016

Neues finnisches Muster - Kaarina 40 - nouvel motif finnois

Entdeckt hab ich dieses Muster bei Mervi Pasanen, die mir auch bestätigte, das es sich um ein historisches, finnisches Muster handelt, wahrscheinlich 11.-13. Jhd., gefunden in Kaarina-Gräberfeld, Grab Nr. 40.
Die ursprünglich gewebte Technik ist noch nicht bekannt, 2-Loch, 4-Loch.....Es finden sich leider keine Bilder des Fundstückes. Deswegen habe ich dieses Muster als einfaches 4-Loch-Einzugsmuster gewebt, was aber auch sehr ansprechend wirkt.
 
Kaarina 40

J'ai découverte ce motif chez Mervi Pasanen, qui a aussi confirmé, qu'il s'agit d'un motif historique finnois, probablement du 11.-13. siècle, trouvé au cimetière de Kaarina dans le tombe no. 40.
Je ne connais pas encore la façon de tissage d'origine, 2-trous, 4-trous...? On ne peut pas trouver des image de la découverte. Alors j'ai tissé ce motif comme simple motif d’ourdissage de 4-trous, qui est quand même joli.


Kaarina 40

Gewebt ist es hier in Wolle Nm 12/2.
Ici c'est tissé en laine Nm 12/2.

Kommentare:

  1. Schönes Band und schöne Farben - aber ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich nicht an die Drehsequenz glaube.

    Warum - bisher waren alle Muster, die mir in dieser Technik 'angepriesen' wurden, nicht so gewebt.

    Hallstatt Band III wurde in dem Hallstatt Textiles Buch als Schnurbindungsmuster beschrieben, ist aber ein 2-Loch-Muster, wie die Autorin inzwischen auch selbst schreibt.
    Verstrum wurde in 'Reconstructed bands from Vestfold' als 2-Loch mit 4v4z Technik beschrieben - obwohl es ein komplexes Muster hatte.
    Kaukola Kekomäki Zeichnung 379 wurde in 'Applesies' von Mervi und Maikki als 3v3z Muster beschrieben (ich habe mich zwar selbst dran gewagt, glaube aber, dass Sheilag Lewis die beste Version hat http://www.shelaghlewins.com/tablet_weaving/Finnish_diamonds/Finnish_diamonds.pdf

    Und solange ich kein Bild vom Original habe, kann ich so eine 'Rekonstruktion' einfach nicht glauben.

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    1. Was die Technik angeht hast Du sicherlich Recht, und alle von Dir angegebenen Beispiele kenne ich natürlich, zum Teil wegen Deiner "peniblen" Arbeit, die sehr geschätz wird.
      Ob Shelag Lewins Ansatz für Kaukola Kekomäki 379 so richtig ist, ist diskutierbar, da diese spezielle Technik wohl eher in die Zeit ab dem späten Hochmittelalter und vor allem im Spätmittelalter verwendet wurde. In der finnischen Eisenzeit??? Ist mir nichts weiteres bekannt.
      Auch die Behauptung, das Cambridge-Fragment - gewebt in eben dieser Technik - sein angelsächsisch, ist sehr zweifelhaft, jedoch muss ich da noch einmal genauer nachlesen.

      Allerdings habe ich das "Kaarina 40 Muster" auch nicht als Rekonstruktion angepriesen, sondern als Muster, kleiner feiner Unterschied.
      Damit es weiterhin nicht wieder falsch verstanden wird, präzisiere ich den Text noch einmal.

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    2. Danke für das präzisieren, jetzt habe auch ich es verstanden.

      Von der Struktur der Borte von 379 ist Sheilag am nächsten dran - egal, wie sie es erreicht hat.
      Allerdings bin ich mir inzwischen nicht mehr sicher, ob das Band wirklich ein Brettchengewebe ist, oder ob es nicht durch eine andere Webtechnik entstanden ist.

      An das Cambridge-Fragment glaube ich nicht (du meinst doch das hier https://de.pinterest.com/pin/340373684308561177/) Die Linien sind einfach nicht glatt genug aus. Für mich sieht das aus, wie der nicht ganz gelungene Anfang einer Borte, den man unter dem Metall versteckt hat ;-)

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  2. Genau dieses Fragment!
    Das kann man schon brettchenweben, in einer optisch ähnlichen Technik wie die der Erfurter Gürtel, nur mit 4-Loch-Brettchen. Dieselbe Technik ist wohl auch in London aufgetaucht bei monochromen Gürtelbändern. Und dann erscheinen die Linien eben nicht glatt sondern *staggered", und das Rautenmuster erscheint auf beiden Seiten. Crowfoot hat dieses Fragment untersucht und für brettchengewoben erklärt.

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